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Werkzeug

Gangabweichung deiner Uhr berechnen

Trage zwei Ablesungen gegen eine genaue Referenz ein. Der Rechner ermittelt den mittleren Gang in Sekunden pro Tag und ordnet ihn gegen die Herstellerangabe des Uhrwerks ein.

Eingabe

Plus heißt: Die Uhr geht vor. Minus heißt: Sie geht nach. Zeitraum in Tagen, zum Beispiel 2 oder 1,5.

So misst du richtig

  1. Nimm eine genaue Referenz: time.is im Browser oder eine Funkuhr.
  2. Lies die Abweichung ab, ohne die Uhr zu stellen, am besten wenn die Sekunden der Referenz auf null stehen. Notiere sie mit Vorzeichen: +4 heißt 4 Sekunden vor.
  3. Lies nach 24 Stunden oder später zur gleichen Tageszeit erneut ab.
  4. Trage die Uhr dazwischen wie gewohnt und lege sie nachts immer gleich ab, etwa mit dem Zifferblatt nach oben. Die Lage verändert den Gang: TMI lässt bei den NH3-Werken zwischen vier senkrechten Lagen eine Differenz von unter 60 Sekunden pro Tag zu.
  5. Wiederhole die Messung über mehrere Tage. Der Mittelwert sagt mehr als ein einzelner Tag.

Was ist normal?

Time Module (TMI), der Hersteller der Werke, nennt für NH35A, NH34A und NH38A eine statische Genauigkeit von −20 bis +40 Sekunden pro Tag. Eine Uhr, die 10 Sekunden am Tag vorgeht, liegt also im Bereich. Das VK63A ist ein quarzgesteuertes Chronographenwerk; TMI gibt weniger als ±20 Sekunden pro Monat an.

UhrwerkAntriebHerstellerangabe (TMI)
NH35AAutomatik mit Handaufzug−20 bis +40 Sekunden pro Tag
NH34AAutomatik mit Handaufzug−20 bis +40 Sekunden pro Tag
NH38AAutomatik mit Handaufzug−20 bis +40 Sekunden pro Tag
VK63AQuarz, Batterie SR936SWweniger als ±20 Sekunden pro Monat

TMI misst das Werk statisch: 10 bis 60 Minuten nach vollem Aufzug, in den Lagen Zifferblatt oben, 9 Uhr oben und 6 Uhr oben, ohne laufende Kalenderfunktion. Am Handgelenk kommen Lagewechsel, Aufzugszustand und Temperatur hinzu. Deshalb zählt der Mittelwert über mehrere Tage.

Wann sich Regulieren lohnt

Liegt der Mittelwert über mehrere Tage außerhalb der Herstellerangabe oder ändert sich der Gang plötzlich, etwa nach einem Stoß oder neben einem Magneten, gehört die Uhr zum Uhrmacher. Er stellt das Werk über den Regulierhebel nach. Öffne das Gehäuse nicht selbst.

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